
Guidos Spass-Airline

Sollte Guido doch nicht Außenminister bleiben, wird sich die Flugbereitschaft wohl etwas umstellen müssen. Wenn Lindner sein Nachfolger wird, was ich befürchte, dürfte sich allerdings nicht all zu viel an ihrem jetzigen Zustand ändern. Ist Lindner eigentlich auch schwul? Könnte gut sein, so wie der spricht und aussieht. Soll ja auch von Guido sehr gefördert und nach oben gehievt worden sein. Möchte gar nicht darüber nachdenken, was er möglicherweise alles dafür tun mußte. Da ziehe ich doch lieber den Philipp Rösler vor, der obwohl eigentlich Südvietnamese, zumindest auch auf Frauen steht. Das Rummgeknutsche mit seiner Frau in den Nachrichten, war ja schon fast peinlich. Vermutlich, wollte er beweisen, dass es endlich wieder richtige Männer in der FDP gibt.
Die seit dem Wahlsieg der Konservativen geplante durchgehende Kommerzialisierung unserer Gesellschaft, soll auch vor der Flugbereitschaft der Bundeswehr nicht halt machen. Leider ist diese zur Luftwaffe gehörende Abteilung, in der Vergangenheit häufiger ins Gerede gekommen. Um solche Diskussionen zukünftig zu vermeiden und die Flieger trotzdem für sein Privatvergnügen und die Beförderung von FDP-Klientel nutzen zu können, hat unser Außenminister jetzt weit gehende Vorschläge gemacht. Neben ihrer Finanzierung durch Sponsoring, sollen die Maschinen auch geschmacklich den Vorstellungen Westerwelles angepasst werden. Was sogar die Uniformen der Crews betrifft, die in Zukunft nur noch aus gut aussehenden, jungen Männern a’ la Lindner, Bahr, Rösler usw. bestehen sollen. Bei dem äußeren Erscheinungsbild der Maschinen, plant Guido sich am Design seines „Guidomobils“ zu orientieren, mit dem er früher, mehr oder weniger erfolgreich, Wahlkämpfe bestritten hat. Befürchtungen, dass das schrille Aussehen der zukünftigen Flugbereitschaftsjets ausländische Abfangjäger möglicherweise schockieren und zum Abschuss des ungewöhnlichen Objekts veranlassen könnten, wurden vom Sprecher des Außenministeriums scharf zurückgewiesen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Sprecher sich irrt.
Neues aus der Lobbykratie
Es wird wohl kaum noch jemanden gewundert haben, dass die FDP vom Mövenpick-Konzern gesponsort wird. Ein Schelm, der sich Böses dabei denkt? Ob bei Medikamenten, Energie, Mieten usw., usw., überall wird mit Geld nachgeholfen. Dafür ist man gerne mal bereit, spendergenehme Gesetze zu verabschieden. Kein Wunder, dass bei uns vergleichsweise fast alles am teuersten ist. Wie die Aufsichtsratpöstchen vieler ehemaliger Politiker zeigen, betrachtet man seinen Job eigentlich nur als Sprungbrett zu den wirklich grossen Fleischtöpfen, die bekanntlich nur bei Wirtschaft und Banken zu finden sind. Kein Wunder, dass sich unsere Politiker beharrlich weigern, die UNO-Konvention gegen Korruption zu unterzeichnen. Dass dies ist mittlerweile fast alle westlichen Industriestaaten und sogar viele Dritteweltländer getan haben, stört unsere "Volksvertreter" anscheinend nicht die Bohne.
Was die Spendenpraxis angeht, hat man in anderen europäischen Ländern längst eine restriktivere Handhabung als in Deutschland eingeführt. In Frankreich etwa darf nur bis maximal 7500 Euro pro Jahr, im Rahmen von Wahlkampagnen sogar nur bis 4600 Euro gespendet werden - und auch das lediglich von Privatpersonen. Firmen ist die finanzielle Unterstützung von Parteien rechtlich komplett untersagt. Ganz besonders wenig darf in Belgien gespendet werden: Einzelnen Parteien kann höchstens mit 500 Euro unter die Arme gegriffen werden. Strikte Obergrenzen existieren auch in Italien (10.000 Euro pro Jahr) und in Portugal (10.500 Euro). ? Die Spanier haben mit 55.000 Euro etwas mehr Spielraum, in Holland ist ein Gesetz in der Mache, das Spenden auf 50.000 Euro deckeln soll. In Polen gibt es ebenfalls eine Grenze, die sich aber am 15-fachen des durchschnittlichen monatlichen Mindesteinkommens orientiert.
Absana
Angesichts der regelmäßigen Notrufe der gesetzlichen Krankenkassen, fragen sich viele Beitragszahler, was die eigentlich mit ihrem Geld machen. Zu hohe Ärztehonorare können es ja wohl nicht sein, denn würden die so herumjammern, wenn sie genug verdienten? Wohl kaum, oder? Ok, etwas seltsam war es schon, daß sie sich auf den Demos von Studenten vertreten ließen, die dann für 20 Euro pro Stunde chronisch unterbezahlte Mediziner mimten. Ich erinnere mich noch gut an die herzzerreißenden Interviews im Fernsehen, in denen Mediziner, oder waren es doch die Double, ihre Not schilderten. Ich wollte damals schon einen Hilfsfond für unterbezahlte Mediziner gründen, habe dann aber doch aus Zeitgründen Abstand davon genommen. Sie haben sich ja auch dann mit den Krankenhausträgern geeinigt. Apropos private Krankenhausträger. Wussten Sie, daß denen unsere Krankenhäuser entweder schon jetzt, oder aber in naher Zukunft gehören? Städte und Kommunen sind froh, diese meist hochdefizitären Einrichtungen los zu werden und treten sie gerne an diese privaten Konzerne ab. Mittlerweile tummeln sich eine ganze Menge dieser Kranken- und Pflegedienstkonzerne auf dem Gesundheitsmarkt, der offenbar nach den gleichen Regeln wie der Energiemarkt zu funktionieren scheint. Dort war es bekanntlich ähnlich gelaufen. Damals hatten unsere Politiker die zumeist kommunalen Energieversorger an Großkonzerne verkauft und gehofft, daß die freien Kräfte des Marktes schon alles regeln würden, was sich dann aber als ziemlich blauäugig herausgestellte. Ohne lange zu zögern hatten die neuen Besitzer ihre Erwerbungen in wahre Geldmaschinen verwandelt, deren zusätzliche Milliarden natürlich die Stromkunden in Form von Energiepreiserhöhungen berappen mussten. Anstatt den Stromkonzernen, die den Gewinn lieber an die eigenen Aktionäre auszahlten, als ins Stromnetz zu investieren, gehörig auf die Finger zu klopfen, gaben sich „unsere“ Politiker mit Aufsichtsratpöstchen in selbigen Konzernen zufrieden, wie nicht nur die Beispiele Schröder, Müller und Clement eindrucksvoll verdeutlichen. Ebenso wird es bei den Krankenhäusern verlaufen, die nach einschneidenden Rationalisierungsmaßnahmen und anderen Gewinnmaximierungen garantiert ebenfalls eine Menge Geld für ihre Besitzer abwerfen werden. Dass der Patient dabei zu einer Art Ware verkommt, ist kaum zu vermeiden. Aber wen stört das schon.
Den folgenden Hauptgebäude-Entwurf habe ich für die städtische Klinik Duisburg gezeichnet, deren Träger der Sana-Konzern ist. Ich habe mich dabei an dem typischen Aussehen einer früher üblichen Verkaufskasse orientiert, die noch von Hand betrieben werden musste. Jede Einnahme wurde damals durch drehen an der Kurbel bestätigt, dessen typisches Klingelgeräusch mir noch gut in Erinnerung ist. Mein Entwurf sieht vor, dass sich der mit einem Sana-Schriftzug versehene Hebel ständig dreht und auf diese Weise eine unbegrenzte Einnahmequelle symbolisiert.
Aus der Vergangenheit lernen
Mittlerweile macht die Konkurrenz der Billigflieger auch renommierten Fluglinien wie der Lufthansa arg zu schaffen, die dieser Entwicklung jetzt nicht weiter tatenlos zusehen will.
Entsprechend kündigte Vice-Konzernchef Christoph Franz einen harten Sparkurs an, der unter anderem eine engere Bestuhlung der Maschinen, aber auch unkonventionellere Lösungen nicht ausschließen würde.
Was damit gemeint sein könnte, zeigt eine Studie der Firma Airbus, die für ihren Großraumjet A 380 eine Passagierzahl von über 2000 vorsieht. Dazu angeregt worden, sei man von alten Belegplänen früherer Sklavenschiffe, deren Betreiber damals schon eine beinahe optimale Nutzung des vorhandenen Stauraums erreicht hätten.
Da diese damaligen Transporte oftmals Wochen, wenn nicht sogar Monate dauerten, aber trotzdem von den meisten Sklaven relativ gut überstanden wurden, wäre eine ähnliche Anordnung auch heute, zumindest auf kurzen Strecken durchaus vertretbar.
Auf Langstreckenflügen, werde allerdings selbst Erwachsenen das Tragen einer Windel empfohlen.

Dank seiner Größe, können im A 380 die auf Schaumstoffmatten liegenden Passagiere auf bis zu 7 Decks verteilt werden. Im Gegensatz zu dem üblichen Prozedere auf den damaligen Sklavenschiffen, wird den Fluggästen während der Reise allerdings keine Verpflegung gereicht.
Bello-Undercover
Günter Wallraff hat jetzt sein neues Buch "Aus der schönen neuen Welt - Expeditionen ins Landesinnere" vorgestellt. Wieder mal beschreibt Wallraff, was er Undercover erlebt hat. Diesmal als Verkäufer von Systemlottoscheinen in einem Callcenter; als Niedriglöhner in einer Fabrik, die für Lidl Aufwärmbrötchen backt; als Obdachloser auf Deutschlands frostigen Straßen und als afrikanisch maskierter Lockvogel für rassistisches Ressentiment. Wie schon seine vorherigen, ist auch dieses neue Buch absolut lesenswert! Leider fällt es dem, durch zahlreiche Auftritte in Talkshows, einer breiten Öffentlichkeit bekanntem Autor und Journalisten immer schwerer, bei seinen Undercover-Aktionen unerkannt zu bleiben. Aber Wallraff wäre aber nicht Wallraff, wenn er nicht eine pfiffige Lösung für dieses Problem gefunden hätte. Allerdings, erforderte sie, vor allem in anatomischer Hinsicht, erheblich mehr Anpassungsfähigkeit als früher. Nachdem Wallraff mehrere Wochen unerkannt als Versuchshund in einem Labor der Zigarettenindustrie Unmengen an Nikotin inhaliert hatte, nahm er noch an mehreren Hirtenhund-Wettbewerben teil, von denen er allerdings nur einen gewann. Trotzdem, soll seine damalige Besitzerin untröstlich gewesen sein, als er sich als Mensch zu erkennen gab und sie einige Tage später verließ. Man darf jetzt schon gespannt darauf sein, was Wallraff als Hund alles wiederfahren ist. Leider wird es bis zur Veröffentlichung dieser Erlebnisse noch eine Weile dauern, denn wie wir aus sicherer Quelle erfahren haben, befindet sich der unternehmungslustige Schriftsteller zur Zeit in Uganda Undercover bei einer Gorilla-Sippe. Angeblich, lässt ihn das offenbar bisexuell veranlagte Alphamännchen, das Wallraff herzlich zugetan ist, kaum noch aus den Augen.
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Otto Graf Lambsdorf ist tot. Wie kaum ein anderer hatte dieser Politiker, der es bis zum Fraktionsvorsitzenden der FDP und zum deutschen Außenminister brachte, sein politisches Mandat mit Geschäftsinteressen verknüpft. Als Lobbyist der Versicherungsbranche hat er sich besonders hervorgetan und damit unseren heutigen Politikern offensichtlich als leuchtendes Vorbild gedient. Er hat ihnen den Weg gewiesen und gezeigt, wie man sein politisches Amt als Sprungbrett zu den grossen Fleischtöpfen perfekt nutzen kann. Zitat Westerwelle: „Mit dem Tod von Otto Graf Lambsdorff verliert die FDP einen ihrer wichtigsten Wegweiser.“
In der Parteispendenaffäre verurteilte das Bonner Landgericht den ehemaligen Wirtschaftsminister wegen Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung zur Zahlung von 500 Tagessätzen a 360 Mark. Die Strafkammer bescheinigte dem Grafen eine "besondere Beharrlichkeit" bei seinen Vergehen. Nur knapp entging er einer Bestrafung wegen Bestechlichkeit im Amt.
Das alles hat ihm aber nicht geschadet, eher war das Gegenteil der Fall. In Folge wurden ihm eine Reihe hoch dotierter Ämter angetragen, von denen der Vorsitz bei einem der grössten deutschen Versicherungsmakler Joost & Preuss wohl der lukrativste gewesen sein dürfte.
Leute wie Steinbrück, Clement, Schröder, Merz, Joschka Fischer und, und, und, und, ....., müssen Lambsdorf jedenfalls dankbar sein, denn er hat einen hohen Anteil daran, dass aus der früher verpönten Verfilzung von Politik und Geldinteressen heute etwas völlig normales geworden ist.
Die Herzlosen-Partei
Wer nicht genug Geld besitzt hat selbst Schuld, auf diesen Satz könnte man das Wahlprogramm der FDP (F = für, D = das, P = Pecuniat) reduzieren. Was für den Autokauf gilt, trifft ebenso für Schulbildung und Studium zu. Wer sie sich so etwas nicht leisten kann, muss eben darauf verzichten. OK, man will Stipendien an die Besten vergeben, was aber nichts anderes bedeutet, als dass Wohlhabende auch mit durchschnittlichen Leistungen studieren können, weniger Betuchte aber nicht. Bei der Krankenversicherung soll es wohl ähnlich laufen. Die sich teure Zusatzversicherungen leisten können, bekommen das künstliche Knie, die Grundversicherten nur Krücken, die sie vermutlich auch noch selbst bezahlen müssen. Standesdünkel, Eiseskälte und Herzlosigkeit sind heute offenbar unverzichtbare Voraussetzungen für FDP Politiker. Das selbst so ein FDP-Urgestein wie Frau Hamm-Brücher mehr soziales Engagement bei ihrer Partei anmahnt, müsste eigentlich zu denken geben, dürfte aber bei den heute Aktiven nur mitleidiges Lächeln auslösen. Mitgefühl hat man nur mit Bankern und Wirschaftsbossen, deren unglaublich schädliches Verhalten man möglichst unter den Teppich kehrt. "Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe." Diesen ebenso alten wie eckligen Spruch haben FDP-Politker offenbar perfekt verinnerlicht. Immerhin, machen sie, ganz im Gegensatz zu unserer Kanzlerin, kein Geheimnis daraus wem sie wirklich dienen. Wie eine angeblich christliche Partei sich mt diesen Raubtierkapitalisten verbünden kann ist mir unbegreiflich, aber sie toleriert ja schließlich auch einen Mißfelder.
Laut Heiner Geissler (CDU) entspricht der FDP Wahlerfolg der Erkenntnis der Psychologen, dass etwa 18% der Deutschen eine Macke haben. Ich bin der Letzte, der ihm da widersprechen würde.
War ja eigentlich klar

Aus dem Magazin "Der Spiegel" vom 30. 5. 09:
Fahrverbote für Autos ohne Feinstaubplakette führen nicht zur gewünschten Verbesserung der Luftqualität vor Ort. In einer Studie des ADAC verglichen Verkehrsexperten die Schadstoffbelastungen vor und nach der Einführung sogenannter Umweltzonen. In der Berliner Innenstadt, in der seit dem Frühjahr 2008 ein Fahrverbot für ältere Autos gilt, verzeichneten die Messstationen demnach mal einen Rückgang der Feinstaubkonzentration von bis zu 4,7 Prozent und mal einen Anstieg von bis zu 5 Prozent. Ebenso uneinhaltlich veränderten sich zeitgleich die Feinstaubwerte im etwa 30 km entfernten Potsdam, wo es keine Umweltzone gibt. Hier schwankten die Werte zwischen minus 1,9 Prozent und plus 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch beim giftigen Stickstoffoxyd wurden in Berlin mit der Einführung des Fahrverbots keine größeren Fortschritte erzielt als in Potsdam ohne Fahrverbot. Ebenso ernüchternd fiel ein Vergleich der benachbarten Städte Mannheim (mit Umweltzone) und Ludwigshafen und Karlsruhe (beide in 2008 ohne Umweltzone) aus. "Die erwartete Verbesserung der Luftqualität durch die Einführung von Umweltzonen ist nachweislich nicht eingetreten", heißt es in der Studie.
Endlich Urlaub?
Die Gelegenheit sich zu erholen und einfach mal gar nichts zu tun. Sollte man meinen, aber weit gefehlt. Jedenfalls was meine Nachbarn betrifft, die seltsamerweise ausgerechnet in ihren freien Tagen zur Höchstform auflaufen. Es wird gebohrt, geschliffen, gehämmert, gekärchert, gesägt was das Zeug hält und das bis tief in die Nacht hinein. Ihre Arbeitgeber würden staunen, zu welchen Energieausbrüchen ihre, in der Firma vermutlich erheblich weniger emsigen Gehaltsempfänger fähig sind. Zum Glück regnet es in Deutschland manchmal auch im Sommer, so das man sich wenigstens zwischendurch mal von dem infernalischen Lärm erholen kann. Sobald der Regen aber aufhört geht´s sofort wieder los mit der Maloche. Vor der bleiben sie in ihren Firmen anscheinend weitgehend verschont, denn wie sonst ließe sich diese wahnsinnige Arbeitswut erklären. Ich finde, die 35 Stundenwoche war ein grosser Fehler und selbst die jetzt wieder üblichen 38 oder sogar 40 Stunden reichen bei weitem nicht aus. Wenn ich die wöchentlichen Arbeitsstunden meiner "Urlauber" mal als Maßstab nehme, sollten 50 - 55 Stunden ganz OK sein. Dann könnten sie, mangels Restenergie, ihren Urlaub vermutlich endlich mal so richtig geniessen.

Es bedurfte meiner gesamten Überredungskunst, um meine Nachbarn zu bewegen mir mit ihren Lieblingen Modell zu stehen.
Der Gnadenlose

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Mißfelder hat seinem Namen wieder mal alle Ehre gemacht. Diesmal sind aber nicht die Alten, sondern Hartz 4 Empfänger das Ziel seiner unsozialen Gesinnung. Mißfelders Behauptung, die Erhöhung des Hartz-IV-Satzes für Kinder sei ein "Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie", sorgt für einigen Wirbel. Während der DGB von Volksverhetzung spricht und sogar die CSU Mißfelders Rückzug fordert, hat unsere Kanzlerin zu dem Thema bisher nichts verlauten lassen. Vermutlich hat sie die Hartz 4 Empfänger, zu Recht vermutlich, als potentielle CDU Wähler längst abgehakt. Da bedient man doch lieber die Asozialen, denen das bisschen, das Hartz 4 Empfänger bekommen, schon zu viel ist. Wie man sich trotzdem noch als christliche Partei bezeichnen kann, ist mir allerdings ein Rätsel. Apropos christlich, wo bleibt der Aufschrei der Kirchen? Eigentlich müssten sie doch empört darüber sein, da so ein ausgewiesener Sozial-Darwinist sein Unwesen ausgerechnet bei einer „christlichen“ Partei treibt. Dass Mißfelder es ablehnt seine Äußerungen zurückzunehmen lässt vermuten, dass er sich seiner Unterstützer in der Partei sehr sicher ist. Warum fällt mir gerade die RAF ein, wenn ich an Missfelder denke?
Meinungswächter a´ la K
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Sind wir ein freies Land? Klar, werden die meisten sagen, natürlich sind wir ein freies Land, bei uns herrscht schließlich Demokratie und Pressefreiheit. Was ja nicht zu bestreiten ist, aber wie sieht es mit der Meinungsfreiheit aus, die ja ebenfalls zu den unverzichtbaren Attributen eines freien Landes gehören sollte? Auf dem Papier haben wir die natürlich auch, aber in der rauen, realen Wirklichkeit tun sich Abgründe auf. Wie das Beispiel Eva Herman (nicht zu verwechseln mit Eva Braun) deutlich macht. Die wurde von einem extrem segelohrigen Selbstdarsteller aus seiner Sendung gefegt, nur weil sie einige aus ihrer Sicht positive Aspekte der Naziherrschaft erwähnt hatte. Alle Relativierungsversuche halfen Herman wenig, getreu dem Motto: „Was nicht sein darf ist nicht“, wurde sie unter dem keifenden Beifall der anderen, auf Meanstream getrimmten Talk-Gäste, in eine gesellschaftliche Ausgrenzung entlassen die bis heute noch anhält. Dass der dafür Verantwortliche, nachdem einige Meinungs-Gurus milde Kritik an seiner „etwas unklugen, übereilten Reaktion“ geäußert hatten, sofort Pflicht bewusst Reue heuchelte, verdeutlichte eindrucksvoll die geistige Wendigkeit dieses Meisters der etwas anspruchsloseren Unterhaltungskunst. Gegen ein bestehendes Tabu zu verstoßen kann einem in diesem Land schon mal die Karriere kosten, was selbst Säulenheilige wie der Schriftsteller Martin Walser, wenn auch etwas erstaunt, zur Kenntnis nehmen mussten. Durch mehrere Kotaus* hat Walser die Sache wohl wieder einigermaßen hingebogen, aber ganz so erhaben wie früher wird seine Reputation wohl nie mehr sein. Die Mächtigen dieser Republik lassen sich eben nicht ungestraft auf die Zehen treten. Dabei hat er noch großes Glück gehabt. Weniger berühmte Leute verschwinden gnadenlos in der Versenkung, was nicht nur gesellschaftliche Ausgrenzung sondern zumeist auch ihren finanziellen Ruin bedeutet. Die omnipotenten Macher des für uns verbindlichen Denkmodells bestimmen eben auch wer an die Fleischtöpfe darf. Selbst Ministerpräsidenten wie Christian Wulff, dessen Progrom-Vergleich sofort helle Empörung auslöste, sind davon nicht ausgenommen. Dabei hatte er, ähnlich wie vorher der Ifo-Präsident Sinn, sich mit seinem Vergleich nur anbiedern wollen, was die Adressaten aber offenbar gründlich missverstanden, oder missverstehen wollten. Sinn und Wulff haben sich zwar mittlerweile unzählige Male entschuldigt, aber der Makel gegen eines unserer schlimmsten Tabus verstoßen zu haben wird vorläufig an ihnen haften bleiben und vermutlich viele Jahre vorauseilenden Konformismus der versehentlichen Renegaten erforderlich machen. Ob ihnen verziehen wird ist trotzdem fraglich und davon abhängig wie opportun dies unseren selbst ernannten Tabu-Aufsichtsinstanzen erscheint. Aber nicht nur in der Politik existieren Denkverbote. Wer in Sachen Klima etwas anderes als die abgesegneten Theorien vertritt, wird schnell zu einer Art Antichrist und Feind der Menschheit. Und dies obwohl unstrittig ist, dass die bisher stattgefundenen Klimawechsel in der Vergangenheit, nachweislich nicht vom Menschen verursacht wurden. Eine Diskussion darüber ob die Tatsache, dass mit der angeblich drohenden Katastrophe und deren Erforschung eine Menge Geld zu verdienen ist, etwas mit der Entstehung der heutigen Klimaszenarien zu tun haben könnte, verbietet sich natürlich ebenfalls. Ein weiteres Tabu betrifft den mittlerweile rund 20% ausmachenden ausländischen Teil unserer Bevölkerung, dessen manchmal wenig integrationsfreudiges Verhalten, jedenfalls wenn es nach unseren Meinungsmachern geht, ebenfalls unter den Teppich gekehrt soll. Die Frage, warum uns keiner gefragt hat, ob wir überhaupt mit so vielen Ausländern zusammenleben wollen ist zwar grundsätzlich erlaubt, outet den Fragesteller aber sofort als Rechtsradikalen, der natürlich umgehend ausgegrenzt werden muss. Multikulti ist Pflicht! Jedenfalls für finanziell schlechter gestellte Deutsche, denen es sich nicht, wie die dafür verantwortlichen Politiker und Industriellen, möglich ist in teuere, weit gehend ausländerfreie Stadtbezirke auszuweichen. Da ich sonst vermutlich Gefahr laufe in eine Anstalt eingewiesen zu werden, erspare ich mir die vielen noch existierenden Tabus und lese lieber etwas in Daniel Cohn-Bendits (Hosenschlitz-Danny), "Damals im Kinderladen".
*Kotau [chinesisch] der, demütige Verbeugung mit Niederknien und Neigen des Kopfes bis zur Erde, in China (bis 1911) üblich vor Respektspersonen und im Kultus.
Markenfetischismus bei Jugendlichen
Manchmal bin ich richtig froh ein "Grufti" zu sein. Jedenfalls, wenn ich mir anschaue wie sehr sich die heutige Jugend von den Modeheinis manipulieren lässt. Wer das Pech hat sich bestimmte, meist völlig überteuerte Marken nicht leisten zu können, wird von seinen betuchteren Altersgenossen oft nur Milde belächelt, wenn nicht gar ausgegrenzt. Damit hatten wir in den Sechzigern keine Probleme, denn Markenklamotten gab´s damals noch nicht. Ich könnte nicht sagen, dass sie uns gefehlt haben. Keiner von uns wäre damals auf die Idee gekommen, mit einem Logo oder Label einer Firma auf den Klamotten herumzulaufen wie es die heutigen, zu wandelnden Werbeplakaten degradierten Jugendlichen offenbar gerne tun. Dass sie eigentlich nützliche Idioten sind, die dafür, dass sie kostenlose Werbung für eine bestimmte Marke machen, zum Dank auch noch erheblich mehr dafür bezahlen müssen, ist bisher scheinbar kaum jemanden aufgefallen. Ich finde es wird Zeit, dass sich die heutigen Jugendlichen ihr bißchen Geld nicht mehr von diesen Manipulateuren (die Bezeichnung Verarscher ist eigentlich treffender) aus der Tasche ziehen lassen und den Spiess herumdrehen. Ausgegrenzt gehören die Idioten die tatsächlich glauben ihren Status zu erhöhen, wenn sie teure Klamotten tragen und andere, die nicht auf diesen Schwindel hereinfallen, als minderwertig betrachten. Für diese intelligenteren Jugendlichen habe ich ein T-Shirt entworfen, mit dem sie ihren gehirnamputierten Dandy-Kollegen den Wind aus den Segeln nehmen können. Sollten die darauf dargestellten Marken eine gewisse Ähnlichkeit mit real existierenden Firmen-Logos haben, ist das reiner Zufall und nicht beabsichtigt. Die etwa 30 cm x 30 cm (bei 180 dpi) grosse Original- JPG-Datei, um ein T-Shirt zu bedrucken, schicke ich Interessenten gerne per E-mail zu.
Auslandsjobs für Hartz 4 Empfänger
Für Hartz 4 Empfänger ist bald mehr globale Flexibilität angesagt. Ungebundene, jüngere Deutsche, die staatliche Transferleistungen beziehen, sollen demnächst auch in andere EU-Mitgliederstaaten vermittelt werden können. Auch wenn manche dortigen Jobs einem deutschen Arbeitssuchenden etwas exotisch erscheinen, sollte er sich nicht davon abschrecken lassen. Dass dies nicht immer ganz einfach ist, zeigen die folgenden Bilder, die deutsche Hartz 4 Empfänger bei ihrer Ausbildung in Spanien zeigen.

Den Blutsaugern ausgeliefert
Das verpönte Mittelalter war wohl doch nicht so schlecht. Zehn Prozent ihrer Produktion mussten Bauern und Handwerker damals an ihren Landesherren abführen, was angesichts unserer heutigen Steuerquote nur als paradisischer Zustand bezeichnet werden kann. Kaum zu glauben, dass diese einfältigen Dörpel wegen dieses lächerlichen "Zehnten" Aufstände gegen ihre Fürsten inziniert haben. Da sind wir schon erheblich leidensfähiger.
Etwa zwei Drittel seines Einkommens muss ein deutscher Mittelständler mittlerweile für Steuern und Sozialabgaben berappen, der Rest geht weitgehend für Miete, Auto und Verpflegung drauf. Wer noch etwas übrig hat darf sich glücklich schätzen zum oberen Bereich der sogenannten Mittelklasse zu gehören, deren unterer Rand jährlich mindestens 12.000 Euro netto verdienen muss um überhaupt noch dazu zu gehören. Die für Mittelständler festgesetzte Obergrenze von 28.000 Euro lässt vermuten, dass selbst diese Glücklichen sich nicht gerade für Krösusse halten werden. Zumal die Gefahr nach unten abzurutschen in den letzten Jahren sehr gross geworden ist. Ein gutes Viertel ist in diesem Zeitraum ganz aus dem Raster gefallen und fristet jetzt unter Hartz 4 oder als Geringlohnverdiener ein kärgliches Dasein. Wofür, laut unseren Politikern, die Globalisierung verantwortlich ist. Warum so etwas bei Skandinaviern, Holländern, Briten und Franzosen, die ja bekanntlich in der selben globalisierten Welt leben, nicht im gleichen Ausmaß passiert ist, können uns unsere „Volksvertreter“ leider nicht sagen. Falls jemand einen Aufstand plant, ich bin dabei!

Merkels 6 Stufenplan
Wer denkt nicht mit Schrecken an die Zeit zurück als unsere Bundeskanzlerin noch so aussah,...

... oder so.

Glücklicherweise ist es unseren Friseusen und Kosmetikerrinnen inzwischern gelungen aus dem häßlichen Entlein, nicht gerade einen Schwan, aber immerhin etwas Vorzeigbares zu machen. Mit dem Charme französischer, italienischer, österreichischer oder selbst ukrainischer Politikerrinnen kann unsere Angela allerdings nicht mithalten. Kladeradatsch ist jetzt der 6 Stufenplan zugespielt worden, mit dem diesem unerfreulichen Zustand endlich ein Ende bereitet werden soll. Schon Anfang des Jahres ist mit dem Beginn der Renovierungsarbeiten zu rechnen.
Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Stufe 5

Stufe 6 (Endstufe)

Über die anderen anatomischen Änderungen, die angeblich ebenfalls geplant sind, ist uns leider nichts bekannt. Als Film unter:
http://www.youtube.com/watch?v=a8qhESa7P5U
ARD-"Sportschau"-Moderatorin Monica Lierhaus zieht sich nicht für den "Playboy" aus.
"Das Playboy-Angebot kommt für mich überhaupt nicht in Frage, weil es sich mit meiner Berufseinstellung nicht vereinbaren lässt. Wenn ich mir vorstelle, dass ich im Stadion stehe und die Fans mir Fotos hinhalten, damit ich sie unterschreibe - nein!", erklärte die bekannte Moderatorin. Wie die folgenden Fotos beweisen, die der beliebtesten spanischen Sportsendung entnommen sind, sehen dies nicht alle Kolleginnen so.



Nichts für Ungut Frau Lierhaus, aber Spanien hat offensichtlich nicht nur das bessere Wetter.
Wie lange können wir noch Autofahren?
Wenn man davon ausgeht, dass der Verfall unserer Strassen sich so fortsetzt wie bisher, bestimmt nicht mehr allzu lange. Jedenfalls trifft dies für das Ruhrgebiet zu, wo ich lebe. Vermutlich sieht die Strassensituation in den meisten anderen Städten aber auch nicht viel besser aus. Jedenfalls ist dies mein Eindruck, wenn ich mal aus dem Ruhrpott herauskomme. Fragt man einen Kommunalpolitiker warum dies so ist, bekommt man immer die gleiche Antwort. Es wäre kein Geld für den Strassenbau vorhanden wird behauptet, obwohl die Etats für andere, oft erheblich weniger wichtige Projekte, eher das Gegenteil vermuten lassen. Da werden, wie hier in Duisburg, Millionen locker gemacht um den rund 700 duisburger Wassersportlern eine zusätzliche Trainingsbahn, neben der eigentlichen Regattabahn zu ermöglichen. Gegen den heftigen Protest der betroffenen Stadtteilbewohner, deren Erholungswäldchen dafür teilweise abgeholzt werden musste. Auch wenn die Stadtoberen nicht müde werden, auf die dadurch verbesserte Konkurenzsituation zu anderen deutschen Regattastrecken hinzuweisen, diese innige Allianz zwischen Kommunalpolitik, Sportfunktionären und Bauunternehmen kann einem schon etwas seltsam vorkommen. Inzwischen geht der Verfall der Strassen weiter, der im Raum Duisburg, zumindest teilweise das 3. Welt Niveau schon unterschritten haben dürfte.

Pisa für Politiker
Eigentlich sollte unser Land von den Besten regiert werden. Dass dies leider nicht der Fall ist, darf wohl als bekannt vorausgesetzt werden. Ein gewisser Qualitätsstandard sollte allerdings möglichst nicht unterschritten werden, was aber offensichtlich mittlerweile der Fall ist. Wie die ständigen Nachbesserungen gerade erlassener Gesetze schon unter Schröder deutlich machten, fehlt den Regierenden einfach die nötige Fachkompetenz. Die Erkenntnis ist bitter aber wahr. Wir werden nicht mehr, wie früher üblich, von zweitklassigen sondern viertklassigen Politikern regiert, die sich einen Teufel darum scheren was für das Volk gut ist. Wenn es allerdings um ihre eigenen Privilegien und Vorteile geht hängen sie sich noch richtig rein, wie ihre Weigerung die UNO-Konvention gegen Korruption zu unterschreiben beweist. Anders als in den USA, Großbritannien, Frankreich und 89 weiteren Staaten, ist die Bestechung von Abgeordneten in Deutschland nämlich nicht strafbar und das soll auch, jedenfalls wenn es nach dem Willen unserer Politiker geht, so bleiben. Dafür nimmt man sogar den Hohn und Spott von afrikanischen Kollegen in Kauf, die diese Konvention unterzeichnet haben, aber ausgerechnet aus Deutschland dauernd ermahnt werden, die Korruption in ihren Ländern zu bekämpfen. Natürlich weisen unsere „Volksvertreter“ den Verdacht, dass sie eventuell bestochen werden könnten, empört zurück.

Obwohl nicht mehr ganz aktuell, glaube ich schon, dass die untere Karikatur noch ganz gut zum Thema passt. Immerhin hat es etliche Jahre gedauert bis unsere Politiker sich dem Druck aus der EU beugten. Warum sie sich so lange als Verteidiger der Zigarettenindustrie aufspielten wird wahrscheinlich niemals geklärt werden. Jedenfalls wohl kaum aus Sorge um unsere Gesundheit. Allerdings bedarf es nicht allzu viel Phantasie um sich Beweggründe auszudenken.
Ist Lachen auch für Deutsche gesund?
Deutschen Humor, gibt´s den überhaupt? Auch wenn es selbst im befreundeten Ausland angezweifelt wird, ich glaube schon. Zum Beispiel möchte ich den Deutschen sehen, der nicht zumindest schmunzelt, wenn jemand hinfällt und sich ordentlich weh tut. Ausserdem haben wir ja noch unseren Karneval wo das Lustigsein zumindest Rheinländern, für drei Tage zwangsweise vergeordnet wird. Selbst die humorlosesten Typen setzen sich dann eine Pappnase auf und schunkeln los was dass Zeug hält. Bevorzugt mit treuelosen Damen die allerdings, im Gegensatz zu den fast nackten Karnevalistinnen in Rio, zwecks Liebesakt erst mühsam aus ihren winterfesten Kostümen gepellt werden müssen. Als weiteren Beweis für unseren Humor könnte man auch die zahlreichen deutschen Comedys im Fernsehen anführen, deren Niveau zwar nicht mehr unterschritten werden kann, sich aber bei einem Großteil der Bevölkerung zunehmender Beliebtheit erfreuen. Offensichtlich ist diese Erkenntnis noch nicht bis zu unseren Werbestrategen durchgedrungen. Auch wenn hier und da schon mal geschmunzelt werden darf, geht man zum Lachen meistens weiterhin in den Keller.
