Eine Reiseempfehlung                                                                            

Obwohl Kolumbien nicht gerade zu den beliebtesten Reisezielen gehört, spricht Einiges dafür dieses Land zu besuchen. Nicht nur wegen der spottbilligen Drogen und der tollen  Landschaft, sondern auch wegen der zahlreichen Gelegenheiten feurige Senoritas
kennen zu lernen. Dafür bieten sich verschiedene Alternativen an. Die kostengünstigste  ist, sich in das Rebellengebiet östlich der Stadt Sogamoso zu begeben und sich dort von der ausschließlich aus Frauen bestehenden Rebellengruppe "a culo pajarero" als Geisel nehmen zu lassen. Auch wenn diese Möglichkeit mit einigen Infrastruktur bedingten Schwierigkeiten verbunden war, habe ich sie nie bereut. Über mangelnde Zuwendung konnte ich mich nicht beklagen, und tat meinerseits alles den Wünschen meiner Entführerinnen gerecht zu werden, was allerdings wegen der Anzahl meiner Bewacherinnen nicht immer ganz einfach war. Man liess mich sogar folgende Nachricht an meine Angehörigen schreiben, die wegen der nicht vorhandenen Deutschkenntnisse meiner Peinigerinnen unzensiert blieb.

Liebe Silvia,

mir geht es den Umständen entsprechend gut. Zahle auf keinen Fall das verlangte Lösegeld! Man darf dem Terrorismus nicht nachgeben.

Liebe Grüße
Dieter

Obwohl Silvia sich an meine Empfehlung hielt, setzten mich die Damen schon nach einer Woche, völlig erschöpft aber überglücklich, auf einer Lichtung aus, wo mich Jamomami Indianer fanden und in Sicherheit brachten. 

Das Foto, das mich im Kreis meiner Bewacherinnen zeigt, wurde mir freundlicherweise von Carmen, der Anführerin der Rebellen, die auch "la parilla" genannt wurde überlassen.

Trotz des Risikos eventuell nicht noch mal entführt zu werden, überlege ich ernsthaft, ob ich nicht nach Kolumbien zurückfliegen soll.

Dringende Warnung!

Wenn Sie eine E-Mail mit dem Titel "Bad Times" erhalten, löschen Sie sie sofort, ohne sie zu lesen. Es handelt sich hierbei um den bislang gefährlichsten E-Mail-Virus. Er wird Ihre Festplatte formatieren. Und nicht nur die, sondern auch alle CD´s, die auch nur in der Nähe Ihres PCs liegen. Er wird das Thermostat Ihres Kühlschranks so einstellen, dass Ihre Eisvorräte schmelzen und die Milch sauer wird. Er wird die Magnetstreifen auf Ihren Kreditkarten entmagnetisieren, die Geheimnummer Ihrer EC-Karte umprogrammieren, die Laser-Justierung Ihres DVD-Players verstellen und Subraumschwingungen dazu verwenden, jede CD, die Sie sich anhören, zu zerkratzen. Er wird Ihrem Ex-Freund/der Ex-Freundin Ihre neue Telefonnummer mitteilen. Er wird Frostschutzmittel in Ihr Aquarium schütten. Er wird all Ihr Bier austrinken und Ihre schmutzigen Socken auf dem Wohnzimmertisch platzieren, wenn Sie Besuch bekommen. Er wird Ihre Autoschlüssel verstecken, wenn Sie verschlafen haben und Ihr Autoradio stören, damit Sie im Stau nur statisches Rauschen hören. Er wird Ihr Shampoo mit Zahnpasta und Ihre Zahnpasta mit Schuhcreme vertauschen, während er sich mit Ihrem Freund/Ihrer Freundin hinter Ihrem Rücken trifft und die gemeinsame Nacht im Hotel auf Ihre Kreditkarte bucht. "Bad Times" verursacht juckende Hautrötungen. Er wird den Toilettendeckel oben lassen und den Fön gefährlich nah an eine gefüllte Badewanne platzieren. Er ist hinterhältig und subtil. Er ist gefährlich und schrecklich. Er ist außerdem leicht violett. Dies sind nur einige der Auswirkungen. Seien Sie vorsichtig. Seien Sie sehr, sehr vorsichtig.


Elektronenmikroskopaufnahme mehrerer Bad Times-Viren
(Mit freundlicher Genehmigung des Frauenhofer-Instituts Duisburg)

Die 68er feiern ihr 40jähriges

Unter anderem auch Alice Schwarzer, die sich immer noch für ihre Geschlechtsgenossinnen in die Bresche wirft. Mit ihrer Zeitschrift "Emma" kämpft sie jetzt schon seit über 20 Jahren unermüdlich gegen Machos und andere Frauen-Schädlinge, was ihr zumindest ein Teil der Frauenwelt durch den Kauf von "Emma" dankt. Bei den jüngeren Frauen kommt Alice, wenn ich meiner achtzehnjährigen Tochter glauben darf, allerdings nicht mehr so gut an. Für sie scheinen die Kampflespen-Parolen alicscher Prägung jede Attraktivität verloren zu haben.