Portrait Plaudereien
Von Zeit zu Zeit biete ich bekannten Personen aus Politik und Gesellschaft die Gelegenheit, sich kostenlos von mir portraitieren zu lassen. Einzige Bedingung ist, dass Sie meine knallharten Fragen beantworten. Um der Wahrheitsliebe meiner Gäste etwas auf die Sprünge zu helfen, bediene ich mich einer Wahrheitsdroge, die ich von einem ehemaligen Stasi-Oberst günstig (das Verfallsdatum ist überschritten) erstanden habe.

Mit Ronald Pofalla
Ich: Bevor ich mit dem Portrait anfange, würden sie bitte zwei von diesen Pillen einzunehmen.
Pofalla: Wieso zwei, Angela hat doch auch nur eine bekommen.
Ich: Bei Rechtsanwälten reicht eine Pille möglicherweise nicht aus.
Pofalla: OK, geben sie her.
Pofalla steckt sich beide Pillen in den Mund und würgt sie hinunter.
Ich: Darf ich ihnen einen Kaffee anbieten?
Pofalla: Wenn es nicht so eine Billigmarke von einem dieser Discounter ist, gerne.
Ich: Ich habe keine Kosten gescheut.
Pofalla lachend: Natürlich trinke ich ihn schwarz.
Pofalla nimmt die angebotene Tasse mit spitzen Fingern und nippt vorsichtig daran.
Pofalla: Da habe ich aber schon besseren Kaffee getrunken.
Da die Wahrheitsdroge offenbar Wirkung zeigt beginne ich mit der Befragung.
Ich: Sie waren doch früher ein erfolgreicher Anwalt, was hat sie bewogen trotzdem noch Politiker zu werden?
Pofalla: Weil das ein viel leichterer Job ist.
Ich: Tatsächlich?
Pofalla: Klar doch, das bisschen Gequatsche mache ich doch mit Links und die Bezahlung ist auch gar nicht so schlecht.
Ich: Die meisten Politiker behaupten sie würden 16 Stunden am Tag arbeiten.
Pofall: Die haben doch einen Knall. Auf den Empfängen und Veranstaltungen wird doch fast nur lecker gegessen, gesoffen und Weiber angebaggert.
Ich: Das müsste also eigentlich unter Freizeit laufen?
Pofalla lachend: Nur dass es nichts kostet.
Ich: Es gibt also nichts Negatives in dem Job?
Pofalla: So lange ich Angela nach dem Mund rede gibt es keinerlei Probleme.
Ich: Könnten sie sich vorstellen ihren Job auch in einer anderen Partei auszuüben?
Pofalla: Klar, warum nicht?
Ich: Sie als überzeugter Konservativer und Verfechter eines liberalisierten Marktes würden linke Thesen vertreten?
Pofalla: Als Rechtsanwalt war es mir auch immer egal ob mein Mandant schuldig oder unschuldig war, Hauptsache die Kohle stimmte.
Ich: Auch wenn durch sie ein Schuldiger seiner gerechten Strafe entging?
Pofalla: Klar, aber das ist in der Politik doch genau so.
Ich: Wie das?
Pofalla: Wo leben sie eigentlich? Kommt George Bush in den Knast oder die Bankmanager? Selbst den Honecker haben sie damals nach Argentinien abhauen lassen.
Ich: Stimmt leider. Also haben sie eigentlich gar keine echte politische Überzeugung?
Pofalla: So was kann bei möglichen Parteiwechseln ziemlich hinderlich sein!
Ich: Dann bedeutet ihnen das C im Logo der CDU auch nicht viel?
Pofalla: Doch, damit haben wir den Grossteil der christlichen Wähler schon im Sack.
Ich: Bei den zumeist gottlosen Ossis klappt das aber nicht.
Pofalla: Stimmt, aber die Kirchen haben uns fest versprochen, sich verstärkt um die Missionierung der Heiden im Osten zu kümmern. Im Mittelalter hat das ja auch schon mal geklappt.
Ich: Ist es eigentlich noch zeitgemäß, dass die Kirchensteuer vom Staat einkassiert wird, so was macht kein anderes Land der EU.
Pofalla: manus manum lavat!
Ich: Was?
Pofalla lacht verächtlich: Kein Latinum was? Das bedeutet „Eine Hand wäscht die andere“.
Ich: Wie stehen sie zur christlichen Soziallehre. Für einen wahren Christen dürfte Hartz 4 doch nur schwer zu akzeptieren sein.
Pofalla: Ist es auch! Von mir bekämen diese Versager höchstens eine warme Mahlzeit pro Tag.
Ich: Wäre das nicht etwas überzogen?
Pofalla: Sie haben Recht, alle zwei Tage wäre auch OK.
Ich: Wie finden sie es, dass der normale Arbeitnehmer, in den letzten zehn Jahren, einen erheblichen Einkommensschwund hinnehmen musste, während die Gehälter der Manager im selben Zeitraum förmlich explodiert sind, sich teilweise sogar verhundertfacht haben.
Pofalla: Suum cuique! Das heisst "Jedem das Seine".
Ich: Ok, aber haben sie keine Angst, dass das Volk irgendwann mal merkt wie es verarscht wird und Typen wie sie am nächsten Laernenmast aufhängt?
Pofalla: Da bin ich ganz entspannt, wissen sie welchen Joke Lenin mal über deutsche Revolutionäre erzählt hat?
Ich: Nee!
Pofalla: Ich zitiere: „Was machen deutsche Revolutionäre wenn sie während ihres Aufstands einen Bahnhof besetzen?
Ich: Na was?
Pofalla lachend: Sie lösen vorher eine Bahnsteig-Karte“.
Ich: Möglich, dass dieser Lenin Recht hat.
Pofalla: Nichtsdestotrotz haben wir für alle Fälle Vorkehrungen getroffen.
Ich: Die Bundeswehr soll bei Unruhen eingesetzt werden können?
Pofalla: Da hat die SPD ja leider wieder einen Rückzieher gemacht, aber die normale Polizei dürfte zu unserem Schutz völlig ausreichen.
Ich: Glauben sie das wirklich?
Pofalla: Mit was sollten die denn einen Aufstand machen, sogar Softair-Spielzeugwaffen und Fahrtenmesser sind mittlerweile verboten. Als nächsten Schritt denken wir über das Verbot von Wasserpistolen und Metallmesser nach.
Ich: Wohl doch nicht ganz so entspannt?
Pofalla: Doch, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Zum Glück können wir uns dabei auch auf die Medien verlassen.
Ich: Inwiefern, immerhin der Spiegel nimmt euch Politiker doch zumindest manchmal auf´s Korn.
Pofalla: Ach die! „Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter“, hat Helmuth Kohl immer gesagt und da stimme ich ihm voll zu. Die anderen haben wir aber ganz gut im Griff.
Ich: Wie das, was ist mit der sonst so hoch gelobten Pressefreiheit?
Pofalla: Was glauben sie denn, wem die meisten Medien gehören? Was glauben sie denn, was so ein Redakteur macht, wenn er vor die Wahl gestellt wird zu kuschen, oder seinen Job zu verlieren?
Ich: Armes Deutschland!
Pofalla: Schauen sie sich mal an, was unser Freund Sarkosy in Frankreich mit unbeliebigen Redakteuren macht. Dagegen sind wir noch richtig human.
Ich: Jetzt zu dem Thema Banken- und Wirtschaftskrise. Müssen die geltenden Regeln nicht grundlegend geändert werden?
Pofalla: Das würden uns die Banker und Wirtschaftsbosse bestimmt nicht verzeihen.
Ich: Wenn es der Allgemeinheit nützt, sollte man keine Rücksicht auf diese Typen nehmen.
Pofalla: Geben sie mir etwa später einen lukrativen Job als Vorstand oder Aufsichtsrat? Ich muss schließlich an das Ende meiner politischen Karriere denken. Wie schnell so was gehen kann, hat man ja bei Friederich Merz gesehen.
Ich: Der hat ja wohl mehr als gut vorgesorgt.
Pofalla: Dafür bewundere ich ihn.
Ich: Sie betrachten also ihre politische Karriere nur als Sprungbrett in die Vorstandsetage eines grossen Industriekonzerns?
Pofalla: So wie die meisten Politiker meiner Altersgruppe, zu denen ich übrigens Partei übergreifend einen herzlichen Kontakt pflege.
Ich: Nachdem ich sie mal zusammen mit Frau Narles von der SPD in einer Talkshow gesehen habe, glaube ich ihnen das auf´s Wort.
Pofalla: Schröder, Clement und viele andere Kollegen haben uns doch gezeigt „Wo Bartel den Most holt“.
Ich: Vielen Dank, für die desillusionierenden Klarstellungen.

Mit Angela Merkel
Ich: Frau Bundeskanzlerin darf ich Sie bitten, bevor ich anfange, diese Wahrheitspille einzunehmen?
Merkel lacht: Glauben sie mir etwa nicht?
Ich: Na ja ...
Sie überlegt einen Moment, steckt sich die Pille in den Mund und schluckt sie kurzentschlossen hinunter.
Merkel: Können Sie mir noch mehr von diesen Dingern besorgen?
Ich: Mal sehen was sich machen lässt.
Merkel: Die meisten Mitglieder meines Kabinetts sind Juristen und sie wissen ja wie die so sind.
Ich: Klar! Woran merkt man, dass ein Rechtsanwalt lügt ?
Merkel lacht: Wenn er die Lippen bewegt!
Merkel: Über den Profalla könnte ich ihnen Sachen erzählen.
Ich: Später vielleicht, wie fühlen Sie sich so nach 2 Jahren im Amt?
Merkel: Grossartig, einfach grossartig!
Ich: Trotz der Querelen mit ihren eigenen Landesfürsten und profilneurotischen SPD Kollegen?
Merkel lacht: Diese Typen von der „Anden-Fraktion“ rauche ich doch in der Pfeife und der Münte hat doch nur den Hauptschulabschluss, da war der Merz noch ein anderes Kaliber.
Ich: Dem haben Sie ja ganz schön in den Arsch getreten!
Merkel lacht: Eher in die Eier, denn das hat dem ganz schön weh getan.
Ich: Und wie ist das mit Kurt Beck?
Merkel: Ach der Kurt,... wir verstehen uns eigentlich ganz gut.
Ich: Echt?
Merkel: Ja, weil wir eine ähnliche Kindheit hatten.
Ich: Echt? Aber Sie sind doch, alleine schon weil sie in der DDR aufgewachsen sind ...
Merkel: Mit dem wollte auch keiner spielen.
Ich: Ja davon habe ich gehört, weil er eine Hautkrankheit hatte oder so und was war bei ihnen der Grund?
Merkel: Keine Ahnung
Ich: Mittlerweile geht´s doch mit dem Aussehen. OK, mit der Royal können Sie allerdings nicht mithalten.
Merkel: Diese eingebildete französische Kuh, lässt sich im Bikini fotografieren um bei den Kerlen Punkte zu machen. So was würde ich nie machen!
Ich: Danke!
Merkel: Aber Sarko hat ja zum Glück gewonnen.
Ich: Was sagen Sie dazu, dass der sich von einem Milliardär auf eine Jacht hat einladen lassen?
Merkel etwas traurig: Mich hat noch keiner auf eine Jacht eingeladen.
Ich: Wenn Sie denen sagen, dass Bikinis für Sie Tabu sind klappt´s vielleicht.
Merkel: Meinen sie?
Ich: Ihre ausländischen Kollegen scheinen ja ganz begeistert von ihnen zu sein. Selbst Herr Olmert aus Israel hat Sie anscheinend in sein Herz geschlossen. Wenn ich da an das gespannte Verhältnis denke, dass viele ihrer Vorgänger zu israelischen Regierungen hatten.
Merkel: Eigentlich ist das ganz einfach, man muss nur immer alles machen was die wollen.
Ich: So wie den Libanon Einsatz unserer Marine, gegen den rund 90% der Deutschen waren.
Merkel: Klar, aber da habe ich mich eben lieber nach Ehuds Wünschen gerichtet.
Ich: Viel gebracht hat dieser Einsatz bisher nicht.
Merkel: Stimmt, aber unsere Schiffe werden von den Israelis gerne als Zielobjekte genommen. Das macht den israelischen Piloten und Schnellbootleuten richtig Spass, hat mir Frau Livni (israelische Aussenministerin) versichert.
Ich: Irgendwann drückt mal einer von denen auf den Knopf und versenkt eins unserer Schiffe.
Merkel: Für den Fall haben wir uns schon ein Szenario ausgedacht, dass die Versenkung wie eine selbstverschuldete Provokation unserer Marine aussehen lässt.
Ich: Mit dem Bush klappt´s anscheinend auch ganz gut?
Merkel: Na ja, nachdem ich George die Leviten wegen Guantanamo gelesen hatte, wollte der mich doch würgen.
Ich: Ach, sie meinen die Szene im weissen Haus wo er freundschaftlich ihre Schulter tätschelt?
Merkel: Von wegen freundschaftlich, der hat nur aufgehört weil er die Kamera gesehen hat und trotzdem noch ganz schön feste zugekniffen.
Ich: Vielleicht sollten sie dem auch mal in die Eier treten.
Merkel: Guter Tipp, aber die Condolezza ist ja immer dabei und würde das bestimmt zu verhindern versuchen.
Ich: Wie kommen Sie denn mit der klar?
Merkel: Wenn ich die schon mit ihrem Hintern wackeln sehe, und wie die Kerle alle hingucken.
Ich: Stimmt, die hat einen strammen Hintern, aber wie steht´s denn mit Putin, den können Sie wirklich nicht ab, oder?
Merkel: Der hat mir bei meinem letzten Besuch für den Fall, dass ich die nächste Wahl verliere, einen Vorstandsposten bei Gazprom angeboten.
Ich: Und, sind Sie interessiert?
Merkel: Nur wenn er den Schröder vorher feuert.
Ich: Jetzt mal zu ihrem Privatleben. Es ist bekannt, dass Sie gerne am Wochenende für ihren Mann kochen, was bruzzeln Sie denn dann so.
Merkel: Mein Spezialgerichte sind Nudeln- und Bratkartoffel mit Ei, an kompliziertere Menüs habe ich mich noch nicht heran gewagt.
Ich: Und wie steht es mit dem Sex, wenn man fragen darf.
Merkel: Vor einem halben Jahr wollten wir mal so etwas machen, haben dann aber doch lieber über die heisenbergsche Unschärferelation und die Entstehung virtueller Teilchen diskutiert.
Ich: Klingt einleuchtend, aber wieder zurück zur Politik. Wie ist ihr momentanes Verhältnis zu ihren CSU Kollegen?
Merkel springt auf, klatscht rythmisch in die Hände und fängt an zu singen.
Merkel: Wir ziehen den Bayern die Lederhosen aus,... wir ziehen den Bayern die Lederhosen aus,... wir ziehen den Bayern die Lederhosen aus,...
Ich: Das war´s Frau Merkel, hier ist ihr Bild und jetzt aber raus!

Mit Papst Benedikt dem XVI
Ich: Herr Benedetto, darf ich Sie bitten jetzt die Wahrheitspille einzunehmen.
Papst: In Gottes Namen.
Ich: Erst mal die Wirkung testen. Glauben Sie selbst an Gott?
Papst: Na ja, ich weiss nicht so recht, wer kann sich da schon wirklich sicher sein.
Ich: Scheint zu klappen. Warum versuchen Sie dann ihren Schäfchen einzureden, dass es einen Gott gibt?
Papst: Sie sind gut! Glauben sie denn wirklich, die finanzieren uns weiter wenn wir denen die Wahrheit sagen?
Ich: Natürlich nicht, aber die katholische Kirche ist doch auch so reich genug. Ich habe gelesen, dass sie der grösste Grundbesitzer Deutschlands ist.
Papst: Stimmt, aber das meiste Land ist verpachtet.
Ich: Oft an die gleichen Bauernfamilien, von denen sie es sich früher ergaunert haben.
Papst: Ich habe zu der Zeit noch nicht gelebt, aber es war schon clever, wie meine Vorgänger das damals angestellt haben.
Ich: Die haben den Witwen eingeredet, ihr toter Mann würde durch die Überschreibung des Bauernhofs an die Kirche, trotz aller Sünden, sofort in den Himmel kommen.
Papst: Genau! Einfach genial, wobei man nicht verschweigen darf, dass wir den Witwen selbst auch diese Garantie eingeräumt haben.
Ich: Wie grosszügig, und die mussten dann zukünftig für ihren eigenen Bauernhof Pacht an die Kirche zahlen.
Papst: Natürlich!
Ich: Und wenn die meist mit etlichen Kindern gesegnete, alleinstehende Frau die Arbeit nicht mehr schaffte und die Pacht nicht pünktlich zahlen konnte?
Papst: Dann wurde der Hof von einem leistungsfähigeren Pächter übernommen, wie das in solchen Fällen eben üblich ist.
Ich: Das heisst, sie wurde vom Hof gejagt?
Papst: So kann man das auch ausdrücken.
Ich: Wäre es jetzt nicht langsam an der Zeit, die ergaunerten Ländereien an die früheren Besitzer zurückzugeben?
Papst: Sie scherzen, die Sache ist doch längst verjährt.
Ich: Wechseln wir das Thema, wie lange wollen sie das widernatürliche Zölibat für Priester und Nonnen noch aufrecht erhalten?
Papst: Ach, jetzt dramatisieren sie aber. Die meisten katholischen Priester und Mönche sind schwul und unsere Ordensschwestern so hässlich, dass sie sowieso keinen Mann mitbekommen würden.
Ich: Mag sein, aber Homo-Ehen sind doch meines Wissens auch verboten?
Papst: Das schon, aber wenn sie wüssten, was bei unseren Priesterseminaren so abgeht, Sodom und Gomorra sind nichts dagegen.
Ich: Und ihren normalen Kirchenmitgliedern empfehlen Sie keusch zu sein.
Papst lachend: Warum sollen die mehr Spass haben als ich. Aber im Ernst, die sollen doch nicht glauben sie wären schon im Himmel.
Ich: Dafür sorgt ja schon die Erbsünde, die ihnen allen von Geburt an verpasst wird. Sollte man nicht wenigstens diesen Schwachsinn abschaffen?
Papst: Von wegen Schwachsinn, sie glauben gar nicht wie sehr der Wille sie wieder loszuwerden ihre Spendenbereitschaft fördert.
Ich: Um beim Schwachsinn zu bleiben. Die Beichte ist ja wohl auch längst überfällig, als wenn Gott einen Priester als eine Art Verstärker bräuchte.
Papst: Stimmt, aber so sind wir immer bestens über die Schwächen unserer Schäfchen im Bilde und können diese Insider-Infos für unsere Zwecke nutzen.
Leider hat die Beichtbereitschaft sehr nachgelassen, so das wir mittlerweile sogar Meinungsforschungsinstitute beauftragen müssen, um etwas über die Stimmungslage unserer Mitglieder zu erfahren.
Ich: Freut mich! An der unbefleckten Empfängnis von Maria halten Sie bestimmt auch gegen jede Vernunft fest?
Papst: Na klar! Was meinen sie was in unseren Klöstern los wäre, wenn die Nonnen erführen, dass die doch gevögelt hat. Übrigens, kennen sie den? Der Engel Gabriel fliegt so im Himmel dahin, da explodiert unter ihm eine Wurstfabrik. Die Explosion ist so stark, das eine Fleischwurst bis zu ihm hochfliegt. Engel Gabriel schnappt sie sich und schaut sie sich eingehend an. Da er so etwas noch nicht gesehen hat, beschliesst er Maria zu fragen, die ja schliesslich lange genug auf der Erde gelebt hat, um zu wissen was das sein könnte. Maria nimmt die Wurst in die Hand ...*
Ich: Kenne ich, was halten sie denn von dem „Spiegel“-Bericht über den Widerstand den prominente Atheisten zukünftig den Religionen entgegensetzen wollen?
Papst: Ach, was sagte Helmuth Kohl immer so treffend. „Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter“. Es wird immer genug einfältige, schlichte Gemüter für uns geben.
Ich: Wohl wahr, übrigens ist ihr Bild gerade fertig geworden, wie finden Sie es?
Papst: Ein Michelangelo ist es nicht gerade, aber ich wollte es sowieso Frau Merkel schenken. Von Kunst versteht die bestimmt nichts. Sie hat mir gerade ein Portrait von sich geschenkt, dass hätten sie sehen müssen, einfach fürchterlich.
Ich: Schon gut, ich danke ihnen für das Gespräch.
* der komplette Witz kann über www.takeoff-grafik@t-online.de angefordert werden.